Häufig gestellte Fragen

Wer ist die SoLaWi Stopperich?

Die SolaWi Stopperich ist ein Verein mit über 100 Mitgliedern, die sich mit den Bio-Landwirten Jürgen und Jutta Kröll aus Stopperich und dem Demeter-Gärtner Simon Ritzkowsky zusammengetan haben, um sich gemeinsam mit Gemüse selbst zu versorgen. Die Landwirte bringen das Feld und landwirtschaftliche Maschinen ein, der Gärtner seine Fachkompetenz und die Mitglieder finanzieren das Jahresbudget.

 

Was wird angebaut?

Die erste neue Ernte im Frühjahr besteht aus Kräutern, Salat, Kohlrabi und Radieschen, gefolgt von Zucchini, Gurken, Tomaten, Sellerie, Möhren und Bohnen. Später im Jahr folgen Kürbisse, Zwiebeln, Kartoffeln, Rote Beete und verschiedene Kohlsorten.

Der Anbauplan 2018/19 wurde den Mitgliedern auf der Bieterrunde am 17.2.2018 vorgestellt. Wünsche konnten geäußert werden. Was wie, wann und in welcher Menge gedeiht, verdanken wir nicht nur dem Talent unseres Gärtners, sondern auch der Bodenbeschaffenheit und der Witterung. Ein Teil der Ernte wird auf dem Hof gelagert, um im Winter und Frühjahr verteilt zu werden.

 

Wann und wie kann ich mit anpacken?

Von April bis November finden Mitmach-Aktionen an Samstagen statt. Diese sind in der Regel einmal im Monat, bei Bedarf auch öfter. Gemeinsam lernen wir, wie wir uns selbst regional und saisonal mit Bio-Gemüse versorgen und das natürliche Umfeld dabei pflegen können. Es gibt auch Workshops über das Imkern oder das Pflegen von Obstbäumen. Die nächsten Termine stehen auf der Seite Termine.

Das Mitmachen ist kein Zwang. Wir brauchen jedoch eine aktive Gemeinschaft. Beispiele: Einer ermöglicht den Ausbau des Lagerraums, eine andere bereichert das Hoffest mit einer großen SoLaWi-Torte, einer hilft regelmäßig auf dem Feld mit, eine gestaltet die Website, ein anderer ist im Vorstand, eine andere vermittelt günstig Gerätschaften. Wer sich nur finanziell einbringen kann, soll dies bei der Festlegung des eigenen Beitrags berücksichtigen.

 

Wie wird die Ernte geteilt?

Bei der Planung des Gartenjahrs melden die Mitglieder ihre Anteile an. Ein Anteil deckt nach den Erfahrungen der Vorjahre etwa den Gemüsebedarf eines Erwachsenen. Das ist natürlich abhängig von Witterung, Jahreszeit und Speiseplan. Im Gartenjahr 2018/19 können bis zu 120 Ernteanteile vergeben werden. Die landwirtschaftliche Fläche und die Anbauplanung sind darauf abgestimmt.

 

Wie kommt der Ernteanteil zu mir?

Der Hof stellt die Ernte dienstags und donnerstags zur Abholung bereit. Die Mitglieder, die in einer Gegend wohnen, tun sich in Depotgruppen zusammen. Sie besprechen, wer wann die Ernte abholt.

Manche Depotgruppen haben ein zentrales Depot, wo die Ernte ein paar Tage zur Abholung lagern kann. Andere machen eine Tour und liefern das Gemüse vors Haus. Wer ganz in der Nähe wohnt, kann das Gemüse auch einfach beim Hof selbst abholen.

Näheres steht auf der Seite Ernte-Depots.

 

Was ist das Gartenjahr?

Das Gartenjahr ist unser Planungs- und Arbeitszeitraum. Es beginnt am 1. März, wenn die ersten Vorbereitungen für die Aussaat anfangen, und geht bis Ende Februar. Jeweils zum neuen Gartenjahr nimmt die SoLaWi neue Mitglieder auf und empfängt die Gebote der Mitglieder. Eine reguläre Kündigung ist jeweils zum Ende des Gartenjahrs möglich.

 

Wie finanziert sich die SoLaWi?

Für das Gartenjahr 2018/19 haben die Mitglieder folgendes Budget beschlossen:

Investitionen Geräte, Folientunnel, Packraum 6.700 €
Laufende Kosten Pacht, Transportkosten, Treibstoff, Instandhaltung Geräte,
Saatgut und Jungpflanzen, Düngemittel
11.380 €
Personalkosten Gehalt Gärtner, Erntehilfe 49.770 €
Gemeinschafts-
kosten
Mitgliedertreffen, Hoffest, Öffentlichkeitsarbeit, Reserve 1.150 €
Summe   69.000 €

 

Was ist der monatliche Richtwert?

Die Mitglieder müssen durch ihre Mitgliedsbeiträge das Budget finanzieren. Sie verpflichten sich jeweils für ein Jahr zu ihrem eigenen monatlichen Beitrag. Deckt die Summe aller Beiträge das Jahresbudget, so kann ins neue Gartenjahr gestartet werden.

Im Gartenjahr 2018/19 wurde der Richtwert für einen Anteil auf 53 Euro monatlich festgelegt. Jedes Mitglied bestimmt selbst, wieviel es bereit und in der Lage ist monatlich zu zahlen. Wer mehr als den Richtwert zahlen kann, soll dies anbieten. Wer nicht so viel zahlen kann, darf sich auf einen geringeren Betrag verpflichten. So drückt sich die Solidarität untereinander aus. Die Solidarität mit den Landwirten und dem Gärtner drückt sich aus, indem wir erst dann die Beiträge akzeptieren können, wenn deren Summe das Jahresbudget deckt. Erfreulicherweise funktioniert die Solidarität problemlos. Die 69.000 Euro kamen in der Bieterrunde zusammen.

 

Wie arbeitet die SoLaWi zusammen?

Die Mitglieder haben sich am 21.01.2015 auf Ziele und Strukturen geeinigt und diese in einer Satzung festgehalten. Der Verein wurde am 23.02.2015 im Vereinsregister eingetragen. Die Mitwirkung geschieht ehrenamtlich. Der Vorstand besteht aus den beiden Sprecherinnen Anthea Bethge und Edith Eifler und der Kassenwartin Anja Birrenbach. Sie stellen sich auf der Seite Menschen | Gesichter vor.

Die Mitglieder treffen sich typischerweise dreimal im Jahr zu Versammlungen: im Spätherbst zur Planung des neuen Gartenjahres, im Februar zur Bieterrunde und im April zur ordentlichen Mitgliederversammlung mit Rechenschaftsbericht und Entlastung des Vorstands, der endgültigen Festlegung der Mitgliedsbeiträge und Wahlen. Die Entscheidungsfindung auf unseren Versammlungen ist konsensorientiert. Die Abgabe eines Gebotes bei der Bieterrunde ist notwendig. Die nächsten Termine stehen auf der Seite Termine.

Wer ein Gebot abgibt und einen Ernteanteil erhält, verpflichtet sich damit bis zum Ende des jeweiligen Gartenjahres, den Anteil zu beziehen und den monatlichen Mitgliedsbeitrag zu zahlen. Ein vorzeitiger Ausstieg ist nicht vorgesehen. Ein Ausstieg ist möglich, wenn eine neue Person Anteil und Zahlungen übernimmt. Dafür führen wir eine Warteliste. Nur im Notfall ist ein Ausstieg ohne Nachfolge nach Rücksprache mit dem Vorstand möglich.

 

Wie kann ich mitmachen?

Die SoLaWi freut sich über neue Mitglieder. Dafür ist ein Beitrittsformular auszufüllen und ein Sockelbeitrag von mindestens 3 Euro monatlich zu zahlen. Auch Personen, die allein den Gedanken der alternativen Landwirtschaft der SoLaWi unterstützen und nicht an der Ernte teilhaben wollen, sind als Mitglieder herzlich willkommen. Sie erhalten alle Informationen und können an den Mitmach-Aktionen und den Versammlungen mit Stimmrecht teilnehmen.

Wer einen Ernteanteil wünscht, muss Mitglied sein und ein Gebot abgeben – möglichst durch persönliche Anwesenheit auf der Bieterrunde. Wenn noch nicht alle Anteile vergeben sind und die Summe der Gebote das Jahresbudget deckt, dann wird das Gebot vom Vorstand angenommen. Im Laufe des Gartenjahres ist ein Einstieg nur möglich, wenn ein Anteil frei ist – zum Beispiel nach dem vorzeitigen Ausstieg eines Mitglieds. Wenn gerade kein Anteil frei ist, können Interessierte sich auf eine Warteliste eintragen.  

Alles weitere steht auf der Seite Mitmachen.

 

 

Wen kann ich ansprechen?

Kontaktdaten stehen auf der Seite Kontakt.