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Bericht zu Erhaltungsgruppe

Erhaltungsgruppe / Agrarkreis
Auf unserer Mitglieder-Versammlung am 6. Februar hatten wir beschlossen, eine Gruppe von Aktiven zu bilden, die – für den Fall, dass nicht noch in letzter Minute ein Biogärtner für unsere Solawi gefunden wird – selbst auf dem Feld und in den Gewächshäusern anpackt, um Gemüse anzubauen und die Äcker, Gewächshäuser und Installationen unserer Solawi in dem Überbrückungsjahr instand zu halten.
Am 20 Februar trafen sich per Zoom ca. 20 Personen, um konkret über die Möglichkeiten und Bedingungen einer solchen Erhaltungsgruppe zu diskutieren.
Es wurde abgesprochen, dass an unterschiedlichen Wochentagen Arbeitseinsätze unter der Leitung von Birgit und Jutta stattfinden sollten und dass jedes Mitglied der aktiven Gruppe ca. 10 Arbeitsstunden pro Monat leisten könnte.

Ab März gab es im Durchschnitt einen Arbeitseinsatz pro Woche. Dabei kamen jeweils zwischen 5 und 10 Personen auf den Hof, die sich für die Arbeit gut auf die Gewächshäuser und Felder verteilen konnten.
Einige wenige Mitglieder sind wieder ausgefallen, dafür kamen andere dazu, so dass wir weiterhin ca. 20 Personen in der Erhaltungsgruppe sind.

Manchmal staunen wir selbst, was in diesen 10 Wochen alles von unserer kleinen Gruppe geleistet wurde:
Zunächst haben kräftige Männer die riesigen Vlies-Bahnen von den Beeten genommen und zusammengefaltet.
Im großen Gewächshaus wurde ein eigener Wasseranschluss installiert und die Schläuche der Tröpfchenbewässerung sind repariert, so dass wir nicht mehr, wie am Anfang, die Kulturen in den Gewächshäusern mit der Gießkanne feucht halten müssen. Die Schubkarre und einzelne Gartengeräte wurden repariert.
Früh haben wir Radieschen und Spinat gesät, die schon geerntet werden können.
Tomaten wurden gesät. Danach machte das Pikieren und Feuchthalten der Mini- Pflänzchen im Anzuchthaus mehr Arbeit als gedacht.
Ein paar davon sind leider vertrocknet. Wir sammeln Erfahrungen.
Das Unkraut-Jäten – pardon, das Entfernen der Beikräuter – in den Gewächshäusern verlangte den Einsatz von vielen Arbeitsstunden. Dafür fanden wir auf diesen Beeten noch jede Menge Rukola, etwas Spinat und vor allem Salat.
Ab Anfang Mai kamen dann die neuen Pflanzen der Gurken, Auberginen und Paprika in die Gewächshäuser.
Auf dem von Jürgen frisch umgepflügten Feld vor den Gewächshäusern haben wir lange Reihen von Salat, Lauch, Kohlrabi und Brokkoli gepflanzt.
Um alle Solawi-Mitglieder einzubinden, gab es einen ‚Arbeitseinsatz für alle‘ am 25. und 27. März.
Jeder, der kam, konnte sich danach Lagerkartoffeln, Feldsalat, Asiasalat und die Reste der gelagerten roten Beete, Schwarzrettiche und Möhren mitnehmen.

Da jetzt, Anfang Mai, die überwiegende Menge der noch von Tina Boden angepflanzten Salate erntereif ist, haben wir den 11. Mai zum Tag des ‚Salat für alle‘ ausgerufen. Durch die Reaktivierung der Depots versuchen wir, möglichst alle zu erreichen, damit jedes Mitglied Salat, Radieschen und dazu etwas vom üppig sprießenden Schnittlauch bekommt.

Wird fortgesetzt …. Monika